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Donnerstag, 26. September 2019

Old Salem & St. Clement

Am Morgen fahren wir nach Old Salem. Hier haben sich die Herrenhuter in 1760er Jahren angesiedelt. Das Gebiet ist seither in ihrem Besitz. 
Wir bekommen eine Führung durch das Archiv. Es war sensationell! Schon im Bibliotheksraum sehen wir den ersten Schatz: ein Horn, wie es Gottfried Reiche gespielt haben könnte. Eine Schenkung einer der ursprünglich ausgewanderten Familien, die es aus Herrenhut mitbrachten. 



Der nächste Höhepunkt war ein Schrank mit Ausgaben aller Losungsbücher, die jemals erschienen sind. Diese werden oft zu Forschungszwecken herangezogen, wenn es um die Datierungen von zB Musikstücken geht. Das nämlich ist ein weiteres Arbeitsfeld der Moravians in Salem: hier gibt es eine Sammlung mit weltweit einmaligen Abschriften und Originalen barocker und älterer Musik. Wir durften einige Schätze sehen. Wahnsinn!!!





Schließlich brachte uns die Leiterin des Archivs in einen Versammlungsraum, wo wir mit gefühlt tausend Moravians gemeinsam Musik machten. In echt waren es vermutlich 30 Blechbläser. Es war ein toller Eindruck. Sie kamen von überall her. Wir waren sehr bewegt.

Nach diesen Eindrücken treffen wir in Clemmons den Orgelbauer John Farmer, der am Sonntag mit uns den Gottesdienst musikalisch gestalten wird. Nach einer nur dreistündigen Probe kommen wir entspannt zu einem wunderbar gemütlichen Abendessen bei meiner Cousine Erika. Mit ein paar ihrer Freunde sitzen wir zusammen und erzählen woher wir kommen, was wir hier machen usw. ein schöner Abend, den wir mit einem spontanen Ständchen beenden. Der letzte Choral an diesem Abend ist “Bleib bei mir Herr”







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